Erdwärmesonden

Die im Inneren der Erde gespeicherte Wärme kann mittels Erdwärmesonden zutage gefördert werden. Erdwärme ist immer verfügbar und unterliegt keinen Preisschwankungen. Daher ist sie zur Nutzung von regenerativen Energien bestens geeignet.

Die zutage geförderte Erdwärme kann zum Beheizen von Räumen und zur Warmwasseraufbereitung genutzt werden.

Erdwärme

Aufbau und Funktion von Erdwärmesonden

Erdwärmesonden sind Rohre aus Kunststoff, die mit einem Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel gefüllt sind. Diese werde an den Enden mit U-förmigen Teilen verbunden. Diese Rohre werden in das Bohrloch in 50 bis 300 Metern Tiefe eingelassen und die Zwischenräume werden mit einem speziellen Zement ausgefüllt. Gleichzeitig werden so unerwünschte Grundwasserbewegungen vermieden. Der Zement hat die Eigenschaft, dass er die Wärme zwischen Erde und Rohren sehr gut überträgt. Diese Sole wird durch eine Umwälzpumpe bewegt. Sie nimmt in der Tiefe die Wärme des Erdreiches auf und wird über die Wandung erwärmt.

Grundsätzlich ist es so, je tiefer man bohrt, umso höher ist die Temperatur, die man gewinnen kann. Am Boden wird die Temperatur durch das Klima beeinflusst. Aber schon in 20 Metern Tiefe erhält man in Deutschland Temperaturen von 8 – 12 °C.

Bei einer Erdwärmeheizung wird in der Tiefe die Wärme entzogen und an das Haus abgegeben.

Es gibt unterschiedliche Methoden, Erdwärme zu nutzen. Welches System zum Einsatz kommt hängt vom Platz, von den behördlichen Auflagen sowie den Kosten ab. Meist werden Erdwärmesonden eingesetzt.

Ist eine Erdwärmeheizung kostensparend?

Eine Erdwärmeheizung lohnt sich. Zwar sind die Anschaffungskosten aufgrund der Bohrung zunächst höher als z.B. bei einer Ölheizung, dafür spart man aber an den Betriebskosten. Daher haben sich die Ausgaben im Vergleich zu einer Ölheizung schon nach ungefähr 10 Jahren rentiert.

Das Grundstück wird durch die Bohrungsarbeiten nicht beeinträchtigt. Die Erdwärmeheihzung ist von außen nicht sichtbar. Während der Baumaßnahmen werden neben der Bohrung Leitungsgäben erstellt. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt und das Grundstück wird optisch nicht beeinträchtigt.

Informationsbroschüre zur Nutzung oberflächennaher Geothermie vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie